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Der wahre Skandal ums Pferdefleisch

Markt, Best of Swiss Gastro | 18 Februar 2013

Europa diskutiert über das Rossfleisch in der Lasagne. Oft vergessen wird, wie Pferde, die auf unseren Tellern landen, gehalten und geschlachtet werden.

Der Skandal um nicht deklariertes Pferdefleisch in verschiedenen Produkten zieht weitere Kreise: Der Tierschutzbund Zürich (TSB) kritisiert, dass in die Schweiz importiertes Pferdefleisch aus den USA, Kanada, Mexiko und Argentinien aus «Qualproduktion» stamme. Weder Haltung, Transport und Umgang mit Pferden noch deren Schlachtung entsprächen den EU- und Schweizer Standards, hiess es.

Das zeigen Recherchen der Tierschützer, die im «Kassensturz» (Link zum Bericht der Sendung) am Dienstagabend veröffentlicht wurden. Alle Verteiler – darunter Migros, Coop, Aldi, Denner, Volg und Lidl – sind demnach betroffen.

90 Prozent aus «ausnahmslos tierquälerischer Haltung»

So würden beispielsweise sterbende, kranke und verletzte Pferde sich selbst überlassen, ungeeignete Transportfahrzeuge eingesetzt, Pferde von ungeschultem Personal gequält, Transporter versiegelt oder Hunde bei der Verladung der Tiere eingesetzt, berichtete TSB-Projektleiterin Sabrina Gurtner.

Laut Gurtner stammen 90 Prozent des verarbeiteten Pferdefleisches in der Schweiz, rund 5000 Tonnen, aus ausländischen Betrieben, wo der Tierschutzbund «ausnahmslos tierquälerische Haltung» festgestellt hat. Als Reaktion hätten die Verteiler Aldi, Lidl, Denner und Volg alle Produkte mit Pferdefleisch aus dem Sortiment genommen.

Gegenüber der NZZ bestreitet die Migros die gegen sie erhobenen Vorwürfe. Die Schlachtbetriebe würden durch eigene und unabhängige Kontrollen überprüft. Das sei letztmals im Juli 2012 geschehen.

Coop verbannte Charcuterie-Produkte aus seinen Läden. Die Produkte würden «erst dann wieder ins Sortiment aufgenommen, wenn sie den Coop-Beschaffungsrichtlinien vollumfänglich entsprechen», teilt Coop mit.

«Bilder machen mich betroffen»

Thomas Jemmi, stellvertretender Direktor des Bundesamts für Veterinärwesen (BVET), sagte im «Kassensturz», dass die Ergebnisse der Recherche «Folgen haben werden». «Die Bilder machen mich betroffen», sagte er weiter.

Er gab zudem zu bedenken, dass die Umsetzung der Tierschutzgesetzgebung in der Schweiz streng kontrolliert werde. «Leider hört unsere Gesetzgebung aber an der Schweizer Grenze auf», sagte Jemmi.

36 Stunden ohne Wasser – staatlich bewilligt

Mit ein Grund für die Misere ist, dass in den USA 2007 ein Schlachtstopp verhängt wurde. Der Entscheid hat den Tieren jedoch mehr geschadet als genützt.

Denn die Transportbedingungen in die Schlachthöfe der Nachbarländer sind gemessen an Schweizer Standards miserabel. In den USA dürfen Pferde bis zu 28 Stunden, in Kanada gar bis zu 36 Stunden ohne Wasser, Nahrung und Ruhepausen transportiert werden.

Sie werden eng zusammengepfercht und fällt ein Tier um, droht ihm, dass es von Artgenossen niedergetrampelt wird. Zudem ist auch nicht vorgeschrieben, dass Pferdetransporter ein Dach haben müssen. So werden die Tiere bei Wind und Wetter ohne Schutz vor heisser Sonne oder kaltem Schnee gefahren.

Quelle: 20min.ch

Pay what you want

Best of Swiss Gastro, Markt | 8 Februar 2013

Das erste «Pay what you want»-Restaurant der Schweiz ist eröffnet. Im «da Ricky» in Rorschach verhalten sich die Gäste bisher fair.

Im «da Ricky» in Rorschach ist der Gast seit Samstag noch ein bisschen mehr König: Er bestimmt selbst, wie viel er für sein Essen zahlt. «Bei der Eröffnung hatten wir 20 Gäste und alle haben angemessen bezahlt», sagt Inhaber Riccardo D'Agnano. Küchenchef Andreas Kuppinger hat die Idee aus Deutschland mitgebracht: «TV-Koch Tim Mälzer hat ‹Pay what you want› in Hamburg ausprobiert und es funktionierte.»

Gestern Mittag waren von 30 Plätzen trotzdem nur zwei besetzt: Die Pensionäre Peter Vonwiler und Wolf Raschle aus Wittenbach essen täglich in Restaurants. «Wir sind extra wegen des neuen Konzepts hier. Nicht weil wir ein billiges Essen wollten, sondern aus Interesse», so Vonwiler. D'Agnano erklärt sich den geringen Zulauf damit, dass das Restaurant früher am Sonntag geschlossen hatte.

Konzept überrascht Gäste

Mit dem Konzept sollen neue Gäste angesprochen werden. «Es ist ein Abenteuer für uns. Bis jetzt könnten wir von den bezahlten Preisen gut leben. Vor den Tischnachbarn will niemand zu wenig geben», so D'Agnano.

Viele Gäste seien überrascht gewesen, als sie die Preise selbst festlegen durften. Auch Vonwiler und Raschle wollen wieder kommen: «Dass der Gast das Preis-Leistungs-Verhältnis selber bestimmt, ist spannend.»

Quelle: 20min.ch

Kebab bringt Tramfahrerin in Rage

Best of Swiss Gastro | 8 Februar 2013

Eine Frau wollte im Zürcher Tram einen Kebab essen. Dies störte die Fahrerin so sehr, dass sie nicht mehr weiterfahren wollte. Nun hat sie eine Beschwerde am Hals.

Herzhaft biss eine Frau in den Kebab. Sie war letzten Donnerstag in Zürich mit dem Tram 17 in Richtung Werdhölzli unterwegs und sass nicht weit von der Führerkabine entfernt. Doch der penetrante Duft der Fleischtasche störte die Tramfahrerin. Sie verwies die Frau in den hinteren Teil des Fahrzeuges, doch die essende Frau wollte sich nicht von ihrem Sitz vertreiben lassen. Darauf verweigerte die Chauffeuse die Weiterfahrt. Erst als sich andere Fahrgäste wegen der Verspätung einschalteten, fuhr das Tram gemäss einer Augenzeugin weiter, wie Radio 1 berichtet.

Der Vorfall hatte Folgen: Bei der VBZ ist bereits eine Beschwerde gegen die Tram-Chauffeurin eingegangen, meldet Radio 1. VBZ-Sprecherin Daniela Tobler will diesen konkreten Vorfall nicht kommentieren. Sie weist jedoch darauf hin, dass im Tram essen erlaubt sei: «Natürlich gibt es Esswaren, die einen unangenehmen Geruch verbreiten. Aber das Essen ist im Tram erlaubt. Wir appellieren hier an die Eigenverantwortung. VBZ-Angestellte sind nicht dazu da, die Kunden zurechtzuweisen und zu erziehen.»

In Basel und Luzern ist es verboten

Nicht überall hat man für essende Tram- oder Busgäste so viel Verständnis: In Luzern und Basel gilt beispielsweise «Ess- und Trinkverbot» im öffentlichen Nahverkehr. Bussen verteilen dürfen die Verkehrsbetriebe aus rechtlichen Gründen aber nicht. In Luzern können bei groben Verschmutzungen oder Schäden die Täter angezeigt und zur Rechenschaft gezogen werden und in Basel müssen die mampfen Fahrgäste für die Reinigungskosten von 25 Franken aufkommen.

Knigge-Experte gegen Kebab im Tram

Christoph Stokar, Autor des Schweizer Knigge, findet ein generelles Ess- und Trinkverbot im ÖV übertrieben: «Ein Sandwich im Tram sollte erlaubt sein.» Problematisch sei es aber, wenn das Lebensmittel stark rieche: «Eine Pizza oder ein Kebab sind schon eine arge Geruchsbelästigung.» Deshalb habe er durchaus Verständnis für die Zürcher Tramchauffeuse, die sich über die Kebab-essende Frau ärgerte: «Der Fahrgast hätte sich zurückziehen sollen.» Schliesslich sei die Tramführerin offenbar abgelenkt gewesen, was die Sicherheit gefährdet hätte. Trotzdem: «Dass die Chauffeuse die Weiterfahrt verweigerte, war eine zu drastische Massnahme.»

Quelle: 20min.ch

Tag der offenen Club Tür

Best of Swiss Gastro, Markt | 16 Januar 2013

Der Tag der offenen Club Tür findet zum ersten Mal am 19. Januar 2013 in Zürich statt. Die Veranstaltung beinhaltet Besichtigungen, Referate und Diskussionen rund um die Zürcher Club Kultur, all ihren Facetten und Begleiterscheinungen. In Zusammenarbeit mit mehreren Mitgliedern der Bar und Club Kommission Zürich (BCK), dem Verein Safer Clubbing sowie den Behörden der Stadt Zürich, soll der Tag der offenen Club Tür betroffenen Nachbarn, Behörden, Medien, Gastronomen, Eltern sowie einem allgemein interessierten Publikum einen Einblick in das Treiben hinter den Zürcher Club Türen ermöglichen.

Der Tag der offenen Club Tür befasst sich mit Themen welche für den Betrieb und die Besucher eines Nachtclubs relevant sind. Er soll informieren, eine Plattform für Diskussionen bieten und zeigen wieviel Arbeit und Herzblut in jedem einzelnen Betrieb steckt.

Zum Programm

(Quelle: www.barundclubkommission.ch)

Jamie Oliver bei Manchester City

Best of Swiss Gastro, Markt | 15 Januar 2013

Transfer-Coup für Manchester City: Der Klub holt sich den Top-Shot Jamie Oliver für fünf Jahre. Nein, nicht als Stürmer, der 37-Jährige übernimmt das Catering im Etihad-Stadion.

Das ist der bisher spektakulärste Wintertransfer von Manchester City - zumindest neben dem Feld: Jamie Oliver wechselt zum Klub von Mario Balotelli. Keine Angst, der Starkoch startet keine Zweitkarriere als Fussballer. Der 37-jährige Brite ist die kommenden fünf Saisons für das kulinarische Wohl der Matchbesucher beim amtierenden englischen Meister besorgt.

Es wird aber nicht so sein, dass Oliver bei jedem Heimspiel hinter dem Grill stehen wird und für die Fussballfans Würstchen wendet. Seine Catering-Firma «Fabulous Feasts» wird auch an Tagen, an denen nicht gespielt wird, bei den Citizens für exklusives Essen sorgen. Ebenso steht «Fabulous Feasts» bei Konferenzen und anderen Events rund um den Klub im Einsatz.

«Bestes Catering in der Premier League»

Die Catering-Firma, die sich während der Heimspiele in elf Küchen, 19 Bars und 69 Gäste-Lounges austoben wird, sieht sich der neuen Aufgabe gewachsen. «Wir werden für das beste Stadion-Catering innerhalb der Premier League sorgen», so Nigel Harris, Manager von «Fabulous Feasts» gegenüber der «Dailymail».

Dabei sollen die Fussballfans für ihr Kommen belohnt werden. «Jedem, der das Etihad-Stadion besucht, wollen wir einen erstklassigen Service bieten. Das ist unser Ziel.» Es ist nicht Olivers erstes Projekt im Norden Englands. Der Starkoch besitzt in der Innenstadt von Manchester ein italienisches Restaurant.

(Quelle: 20min.ch)

Die Party ist noch nicht vorbei

Best of Swiss Gastro | 14 Januar 2013

Auf dem Geroldareal, einem Hotspot des Nachtlebens, will die Stadt ihr Kongresshaus bauen. Im April hätte für Clubs wie Cabaret oder Supermarket Schluss sein sollen. Jetzt gibts aber eine Verlängerung.

Ende April ist an der Geroldstrasse 15 und 17 Discolichterlöschen. Mit dieser Gewissheit lebten die Betreiber der beiden Clubs Cabaret und Supermarket bereits seit längerem. Nun gab es für Letzteren aber diese Woche eine überraschende Wende. Der private Vermieter, Georg Mayer-Sommer, gewährt dem Supermarket einen Aufschub bis Anfang 2015. Damit spielt zumindest für diesen Mieter die Musik sicherlich noch zwei weitere Jahre. Clubchef Sandro Bohnenblust: «Wir sind sehr zufrieden und glücklich. Wir hätten ehrlich gesagt nicht gedacht, dass es so schnell und reibungslos über die Bühne geht.»

Bohnenblust hatte im vergangenen Herbst erfahren, dass der befristete Mietvertrag nicht mehr verlängert würde. Nach über 15 Jahren, in denen der Supermarket eine führende Rolle im Zürcher Nachtleben eingenommen hatte, sollte Schluss sein. Doch der Partyprofi wollte dies nicht einfach so hinnehmen. Im Gegensatz zu seinen Nachbarn vom Cabaret, die keine Einsprache gegen den auslaufenden Mietvertrag erhoben hatten, wurde er aktiv und kämpfte mit einem Anwalt gegen die baldige Schliessung. «Es geht ja auch um 15 Arbeitsplätze und unzählige freie Mitarbeiter, die im April auf der Strasse gestanden wären.» Denn ein neuer Standort für den Supermarket wurde bis heute nicht gefunden. Die Suche gestaltet sich äusserst schwierig. «Und das, obwohl wir schon seit längerem da dran sind. Es gibt hier mittlerweile nur noch sehr wenige Freiräume.»

Ein Härtefall?

So drohte dem Clubchef ein nervenaufreibender Gang durch die Gerichte. Zu Beginn dieser Woche stand für Bohnenblust aber noch ein Termin bei der städtischen Schlichtungsstelle an. Da traf er auch auf seinen Vermieter, der über ein Drittel des Areals zwischen dem Bahnhof Hardbrücke und den Viaduktbögen besitzt. Bohnenblust: «Es wurde sehr sachlich diskutiert. Der Mietvertrag wurde angeschaut, dazu unsere Organisation mit den vielen Mitarbeitern. Es ging vor allem um Folgendes: Sind wir ein Härtefall und kommen somit für eine Fristerstreckung infrage?» Zusammen mit dem vierköpfigen Gremium wurde ein Kompromiss ausgehandelt, der nun alle Parteien zufriedenzustellen scheint. Auch der Vermieter spricht von einer erfreulichen Sache und lässt sich entgegen seinen bisherigen Gewohnheiten zitieren: «Der Supermarket ist ein sorgfältig und korrekt geführter Club, darum auch diese Einigung.»

Diese neuesten Entwicklungen auf dem Geroldareal dürften auch die städtischen Behörden interessieren, die das Areal schon seit längerem als Standort für das neue Kongresszentrum im Auge haben. Seit Ende Dezember gehört ihnen das 70 mal 50 Meter grosse Grundstück, auf dem sich derzeit noch der Club Hive und die Badmintonhalle befinden. Nun will die Stadt den Rest des zentral gelegenen Areals. Kommt ihr da die Fristverlängerung für den Club bis 2015 nicht in die Quere? Urs Spinner, Sprecher des Hochbaudepartements, verneint. «Das tangiert unser Projekt nicht. Ein möglicher Spatenstich ist aus unserer Sicht dort erst für 2016 realistisch.»

Auch die Nachbarn werden aktiv

Bis die Stadt allenfalls auf dem Areal das Kongresszentrum bauen kann, wird im Supermarket auf jeden Fall noch zwei weitere Jahre gefeiert. Das freut Sandro Bohnenblust – und die Hunderten Techno- und Housefans, die den Club jedes Wochenende besuchen. Bohnenblusts erfolgreicher Vorstoss hat auch die Nachbarn vom Cabaret noch einmal aktiv werden lassen. Die ambitionierten Betreiber, die das Ende des Lokals eigentlich bereits hingenommen hatten, wollen in den nächsten Tagen das Gespräch mit dem Vermieter suchen. Vielleicht geht die Party auch für sie weiter.

(Quelle: www.tages-anzeiger.ch)

Im Anker entsteht eine Studentenbude

Best of Swiss Gastro | 14 Januar 2013

Günstige Zimmer an bester Lage in der Stadt Luzern – ins Hotel Anker kehrt Leben zurück. Sogar das Restaurant eröffnet wieder.

Der Markt für günstigen Wohnraum in der Kernstadt von Luzern ist ausgetrocknet: Gerade mal drei Angebote in der Innenstadt für 900 Franken fanden sich gestern auf Homegate.ch. Nun werden am Pilatus­platz auf einen Schlag 28 solcher Angebote auf den Markt gespült: Die Remimag, die das Hotel Anker kürzlich gekauft hat, bietet als Zwischennutz­ung per sofort 28 Zimmer zu Preisen ab 570 bis 940 Franken (brutto) an, dazu eine 3-Zimmer-Wohnung für 1400 Franken. «Unser Angebot richtet sich in erster Linie an Studenten und junge Leute», sagt Geschäftsleiter Florian Eltschinger. «Uns ist es zudem wichtig, dass die Mieter im Hause gut miteinander klarkommen, da sie in einer Gemeinschaftsküche zusammen kochen können.»

Neuer Pächter fürs Restaurant
Nicht nur ins ehemalige Hotel kehrt Leben zurück, bald wird auch das Restaurant Anker wieder eröffnet. Noch Ende November hiess es, der Weiterbetrieb des Restaurants bis zur Neueröffnung des Hotels lohne sich nicht, da zu viel investiert werde müsse. Nun wird das Restaurant doch noch zwischengenutzt: «Wir haben einen neuen Pächter gefunden.» Wer das Restaurant künftig führen wird, will die Remimag in wenigen Tagen kommunizieren. Sicher ist: Im Jahr 2016 soll das umgebaute Hotel wieder eröffnen. Die Remimag plant ein Design-Hotel mit moderaten Preisen, was Familien und Individualreisende ansprechen soll.

(Quelle: 20min.ch)

«A point» in der Noerd Kantine

Best of Swiss Gastro | 5 Dezember 2012
1. Rang Business & Care 2013, Noerd Kantine
1. Rang Business & Care 2013, Noerd Kantine

Es sei nun an der Zeit, dachten der Vegetarier und der Carnivore. Nach all den Kantinen, die in der Gastro-Superleague für Ersatzbank stehen, nun doch einmal angemessen zu dinieren.

Vor geschulten Kellnern Begriffe wie «Provenienz» oder «Abgang» hochzustapeln und hinterher die fette Rechnung zu begleichen. Im Wissen, dass die Kostenstelle diese übernehmen wird. Es kam anders. Es kam der Kollege. Der behauptete, die Noerd Kantine sei die beste der Welt.

Best of Swiss Gastro habe der gerade einen ersten Preis verliehen. Leer schlucken. Für Nicht-Freitag-Taschen-Träger: Das Noerd ist der Ort, wo Zürichs trendigstes Exportgut neuerdings genäht wird, nachdem die Freitags aus dem Kreis 5 weggentrifiziert worden sind. Für City-Menschen: Das «Gewerbehaus der Kreativen» liegt zwar ein halbes Mittagessen entfernt (20 Minuten per Velo vom HB), die Reise aber lohnt sich. Allein schon, weil sich in Neu-Oerlikon Horizonte öffnen. Weil dort keiner von Zürichs Hausbergen die Sicht einschränkt. Diese Weite, man wähnt sich in einer anderen Stadt. Das beflügelt auch die Nase. Es riecht nach Verkehr und Industrie - draussen vor der Tür. Drinnen im spartanischen Treppenhaus, da muffen auch am Dienstag die Plastikblachen der künftigen Freitag-Taschen. Chemische Gerüche, die, wenn man die Kantine mit «Zürichs schönstem Dachgarten» betritt, sofort ersetzt werden - durch Schwaden gebratenen Fleisches. Der Vegetarier behält das Nasenrümpfen bei. Der Carnivore denkt an Toilette und fragt sich, weshalb. Bis er begreift, dass die offene Küche mit Zürichs schönsten schwarzen Kacheln eingekleidet ist - denselben wie im WC des Volkshauses. Rohbaumässig wirkt der Raum mit den Holztischen. An diesen sitzen keine Krawatten, dafür Menschen, auf die man in der Bäckeranlage treffen könnte. Die Stimmung ist locker, die Atmosphäre angenehm, weil die Kantine nie auf Durchlauferhitzer macht. Man wartet, bis der Bildschirm das Nümmerchen zeigt. Und spätestens im Moment, in dem man das Menü abholt, ahnt man, weshalb das Noerd einen Preis erhalten hat.

«Eine Fastfood-Filiale gehört nicht in den Pfauen»

Best of Swiss Gastro | 30 November 2012

Der geplante McDonald’s beim Zürcher Heimplatz sorgt für Ärger beim benachbarten Schauspielhaus. Politiker finden das kleinkariert.

«Eine Fastfood-Filiale gehört nicht in den Zürcher Pfauen», sagt Kathrin Gartmann, Sprecherin des Zürcher Schauspielhauses, entschieden. Grund für den Ärger: McDonald’s will im Gebäudekomplex des Schauspielhauses eine zweistöckige Filiale bauen (20 Minuten berichtete): «Wir glauben nicht, dass McDonald’s unseren Besuchern eine gastronomische Heimat bieten kann», so Gartmann: «Die Zürcher verbinden mit dem Pfauen das Erlebnis Theater – wir setzen uns dafür ein, dass dies so bleibt.» Ob sich das Schauspielhaus gegen das Bauvorhaben wehren will, ist noch unklar. Schützenhilfe erhalten die Theaterleute schon mal vom Fraktionschef der Grün­liberalen, Gian von Planta: «Ein McDonald’s passt nicht zum Heimplatz. Ich glaube auch nicht, dass er hier erfolgreich sein wird.»

McDonald's ist für kulinarische Vielfalt
McDonald’s-Sprecherin Aglaë­ Strachwitz ist hingegen der Meinung, dass man die bereits bestehende Gastronomieszene an diesem Standort sehr gut ergänze: «Wie auf der Theaterbühne ist auch kulinarisch Vielfalt gefragt.» Grüne-­Gemeinderat Matthias Probst würde dieses kulinarische ­Angebot zwar am liebsten verbieten – trotzdem findet er es «kleinkariert», dass das Schauspielhaus nur gegen den McDonald’s im eigenen Haus wettert: «Wenn schon, sollte es gegen die McDonald’s-Kultur kämpfen.»

Quelle: 20min.ch

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