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Für die Gäste bleibt das Bier teuer

Best of Swiss Gastro | 16 Februar 2012

Der Wirteverband bietet Baizern fast 50 Prozent günstigeres Bier an – dass der Preisvorteil beim Gast aber kaum ankommt, stört den Konsumentenschutz.

Weil Feldschlösschen-Bier für Wirte teurer wird, boomt der ­alternative Direktimport des Basler Wirteverbands: «Wir erhielten in einer Woche ein Dutzend Anfragen – so viele wie sonst in einem Jahr», sagt Maurus Ebneter. Der Verband bietet Wirten das Fassbier Maximilians für 1.79 Franken pro Liter an – und unterbietet die neuen Feldschlösschenpreise so um 46 (Lager) respektive 49 Prozent (Hopfenperle). «Derzeit schenken sechs Betriebe das Bier aus. Je mehr es werden, umso grösser ist die Signalwirkung gegen das Preiskartell», sagt Ebneter.

Das geht am Gast vorbei: Vom günstigeren Einkaufspreis wird er kaum etwas spüren. Laut Ebneter sorgen neue Mindestlöhne und ein voller 13. Monatslohn im Gesamtarbeits­vertrag für eine massive Kostensteigerung bei den Wirten. Preisabschläge dürften deshalb kaum erwartet werden. «Uns würde es ärgern, wenn einerseits über die hohen Preise gejammert würde, andererseits das Bier günstiger beschafft und gleich teuer verkauft würde», sagt Philippe Strub vom Konsumentenforum. Grundsätzliche begrüsse man jedoch die Initiative der Basler Wirte.

Feldschlösschen lässt der ­Erfolg der Aktion kalt: «Das Angebot des Wirteverbandes war uns bereits bekannt und wir überdenken die Preise deswegen auch nicht», so Sprecher Markus Werner.

Quelle: 20min.ch

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